Familienferien in Corona-Zeiten in Oberwiesenthal

29. September 2020 News Reiseberichte & Leserbriefe Bereich Nord Bereich Ost Bereich Süd Bereich West

Reisebericht über eine gelungene Familienferienfreizeit

Reduzierte Teilnehmerzahl, aber voller Spaß: 140 Gäste aus ganz Deutschland kamen trotz der Corona-Pandemie ins Haus Wiesenthal, für Eingeweihte „DAS“ Familienhaus des Bundeswehr-Sozialwerks. Unter erschwerten Bedingungen hatten die Betreuer Steffen Braun, Daniel Wendt, Katrin Wendt und Katja Süß über sieben Wochen Programme „gebastelt“, die die Erwartungen der Eltern und Kinder erfüllen sollten.

Themenwanderungen, Spiele für die ganze Familie, Vorführungen von Kakadus und einstudierte Zirkusnummern der Eltern mit ihren Kindern, Bastelarbeiten, Ausflüge zu nahen Attraktionen und nicht zuletzt die Erkundung Oberwiesenthals und seiner Umgebung waren spannende und entspannende Programmpunkte. Für (fast) alle Interessen, auch mal bei trübem Wetter, von früh bis spät – Mitmachen war alles!

Das besondere Erlebnis dieser Woche: die Wanderung zur Alpaka-Farm. Als die Tiere die Besucher auf „ihrer“ Weide erkannten, stürmte die Herde auf die Besucher zu. „Die halten, wenn sie auf Nasenlänge vor Euch stehen“, kündigte die Züchterin vorher an. Alle harrten tapfer aus, die Tiere bremsten wie versprochen und drängten sich dann neugierig zwischen die Gäste, ließen sich streicheln und keines spuckte! „Wenn ihr sie nicht ärgert, sind sie die liebsten Tiere“, erklärte die Züchterin und erzählte viele Geschichten um diese südamerikanische Kamelrasse.

Der Ausflug in das nahegelegene Schloss Schlettau wird den Kindern auch unvergesslich sein. Außer der spannenden kindgerechten Führung gab es auch noch ein Andenken! In der Posamenten-Werkstatt im Schloss wurden die teils über 100 Jahre alten Maschinen vorgeführt und jedes Kind durfte sich aus der Vielfalt der Garne eine Kordel drehen und Quasten binden.

Bei der „Familienolympiade“ traten Eltern und Kinder gegeneinander an: Geschicklichkeit und Findigkeit waren gefragt, wenn man die Wasser- und Geschicklichkeitsspiele gewinnen wollte.

In der Bastelstube konnten auch die Kleinsten unter Anleitung ein „Schatzglas“ gestalten, um glitzernde Steine und die gedrehten Kordeln aufzubewahren, während die älteren Kinder das Gesellschaftsspiel „Warum immer ich???“ farbig gestalteten.

Einige der Kinder übten drei Tage lang immer wieder Jonglieren, Balancieren, Singen und Tanzen, um am Abend „Open Stage“ den Teilnehmern ihre Künste vorstellen zu können.

„Wir haben aufgrund der Corona-Vorgaben den Fokus auf Familienaktivitäten gelegt, um die Abstandsvorgaben einhalten zu können“, erläuterte Daniel Wendt, der das Aktivprogramm organisiert hat. Seine Frau Katrin hatte in der Bastelstube die Tische entsprechend auseinandergerückt und auch hier ein „Tisch/Familien-Konzept“ umgesetzt. Steffen Braun, der als Chefbetreuer für 7 Wochen speziell die Wanderungen organisierte und führte, ermahnte trotz des Aufenthalts im Freien: „1,5m Abstand halten!“ Die (fast) einhellige Meinung der Eltern und Kinder war dennoch: „Natürlich kommen wir im nächsten Jahr wieder!“

Allen Beteiligten und dem Bundeswehr-Sozialwerk herzlichen Dank! Im Haus Wiesenthal wurde ein Konzept verwirklicht, dass perfekt auf die Bedürfnisse und Erwartungen junger Familien zugeschnitten ist!

Dietmar Jeserich